Das 3000Km Projekt

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UPDATE 28.12.2017

Das Ziel 3.000km Bahnstrecken abzulaufen war für 2017 nicht zu erfüllen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Trotzdem bin ich dem Ziel ein gutes Stück näher gekommen, siehe:
http://railwalking.blogspot.de/2017/12/2017-ruckblick.html

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Nach Jahren der Pause plane ich meine Bahnstreckenwanderungen wieder aufleben zu lassen. In den vorherigen Jahren hatte ich immer bestimmte einzelne Strecken ausgesucht.
Für 2017 plane ich nun dazu überzugehen in größerem Umfang Strecken abzugehen und dabei manche Regionen oder bestimmte Netze so weit wie möglich komplett zu erfassen. Als Ausgangspunkt kommen alle stillgelegten Strecken südlich der Linie Bordeaux - Toulouse - Narbonne in Frage. Schmalspurstrecken, also Strecken kleiner als 1435mm Spurweite habe ich für die folgende Reise nicht ausgewählt. Ausnahmen sind mögliche für Strecken die „auf dem Weg liegen“ oder deren Dokumentation sich aus anderen Gründen ergibt. Das Thema der Schmalspurstrecken wird vielleicht später einmal in einen stärkeren Fokus gelangen, da dieses ebenfalls sehr umfangreich ist. In Frage kommen für 2017 weitestgehend die unten aufgelisteten Strecken. Die Liste beinhaltet überwiegend Normalspurstrecken die von der Firma Compagnie des chemins de fer du Midi (kurz: Midi) errichtet wurden. Das Netz der Voies Ferrées des Landes (VFL) versuche ich ebenfalls komplett abzulaufen.

Übersicht über geplante Streckenwanderung für 2017:

3000km Pdf Datei






Ergänzungen und Anmerkungen:


Die auf diesem Internetblog erscheineden Berichte und Bildreportagen versuchen so gut wie möglich alle vorhanden Fakten zu beleuchten und soweit vorhanden alle verfügbaren Details zu liefern. Der Fokus liegt aber überwiegend darauf was von den einzelnen Strecken heute noch sichtbar ist. Die Bildberichte sind als ein Bestandbericht zu sehen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit und weil dies keine Studienarbeit sondern nur eine Hobby ist, können an vielen Stellen Vereinfachungen getroffen werden oder Details ausgespart werden. Die hier erhobenen und gelieferten Zahlen können keinesfalls ein vollständiges Bild französischer Eisenbahngeschichte zeichnen.

  • Auf Grund der Fülle von verschiedenen Informationsquellen ist es für viele Strecken schwierig genau Daten zu liefern, da sich die Quellen in vielen Fällen unterscheiden. Dies betrifft schon oft die Länge der Strecke die um mehrere 100m, teilweise auch um ganze Kilometer voneinander abweicht. Dies betrifft Eröffnungsdaten sowie das Jahr der Streckenstilllegung.
  • In vielen Bereichen ist eine Erfassung kompliziert oder unvollständig, da Daten fehlen oder oft pauschal über einen größeren Bereich ausgeweitet wurden.
  • Die allermeisten Bahnstrecken wurden nicht in einem Rutsch eröffnet und stillgelegt. Oftmals fand dies Etappenweise und Stück für Stück statt, teilweise über Jahrzehnte verteilt. Daher existieren für manche Strecken mehrere Jahreszahlen für Eröffnung und Stilllegung. Zusammen mit teilweise durchgeführten Wiedereröffnungen entsteht hier oft eine große Ansammlung an Zahlen, deren Darstellung in Text wie auch Grafisch oft äußerst Anspruchsvoll ist. Bei den von mir angegebenen Eröffnungsdaten gebe ich das Jahr an in dem der erste Streckenabschnitt eröffnet wurde. Bei Stilllegungen das Jahr in das letzte Teilstück geschlossen wurde.
  • Auch Ziel und Endpunkte mancher Strecken sind oft nicht einheitlich in Internetquellen zu finden. Oftmals gilt der Punkt einer Strecke als Endpunkt, wo diese auf eine andere Strecke trifft. In anderen Quellen wiederum ist erst der folgende Bahnhof als Beginn / Ende einer Strecke angegeben.
  • Kilometrierungspunkte sind oftmals mit einem landesweiten System verknüpft, bei dem der Streckenkilometer „0“ in Paris liegt. Bei kleineren Strecken jedoch wird hiervon abgewichen. In größeren Netzwerken gab es verschiedene Zählweisen, je nachdem ob man die Zählweise nach Paris über Punkt A oder Punkt B vornahm.
  • Die Angabe über den Betreiber oder Eigentümer einer Strecke sind insofern oft umfangreich, als das manche Strecken oft den Besitzer/ Betreiber gewechselt haben. Hier kamen oft Zahlreiche Fusionen hinzu oder Strecken wurden gemeinsam durch verschiedene Firmen gleichzeitig betrieben. Bei den allermeisten Strecken kam es schließlich zur Verstaatlichung.

        Es gilt zu unterscheiden zwischen:

  • a) Strecken die offiziell stillgelegt wurden
  • b) "Strecken ohne Verkehr“ also Strecken auf denen es keinen Zugverkehr mehr gibt


Bei einem Teil der Strecken nach b) gibt es Linien die seit Jahren keinen Zug mehr gesehen haben - teilweise fehlen sogar schon die Gleise – aber der offizielle Begriff „stillgelegt“ wird nicht angewendet. Dies kann politische Gründe haben oder auch mit einer zukünftigen Verwertung der Grundstücke zu tun haben

Wie anhand der Tabelle ersichtlich würde das 3000km Projekt aus der Überschrift knapp übertroffen werden. Die Zahlenangaben und die tatsächlich zurückzulegenden Kilometer sind jedoch sehr ambitioniert, so dass hier durchaus noch Abstriche gemacht werden und bestimmte Strecken vorerst „fallen gelassen“ und verschoben werden müssen. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt fraglich, ob sich das Projekt bis Ende 2017 abschließen lässt. Zu den oben angegeben Kilometern die es zu fuß zurückzulegen gilt kommen noch viele weitere Kilometer hinzu, deren Umfang sich nur vage abschätzen lässt. Nicht zu unterschätzen sind der zeitliche Aufwand und die extra Kilometer die bei der An,- und Abreise an die oben genannten 86 Strecken anfallen. An manchen Strecken wird es sprichtwörtlich in eine Sackgasse gehen und es bleibt nichts anderes übrig als den zurückgelegten Weg auch wieder zurück zu gehen (z.B. um einen Bus oder Zug zur nächsten Strecke zu erreichen). In vielen Fällen wird es aber auch möglich sein vom Endpunkt einer Strecke direkt auf die nächste Strecke überzugehen, wenn diese den gleichen Start/ Zielbahnhof teilen. In vielen anderen Fällen wird es aber nötig sein mit öffentlichen Verkehrsmitteln Anschlußreisen zu unternehmen. Diese Anschlußreisen sind zeitlich sehr schwer zu kalkulieren, da diese ausschließlich von den noch verbliebenen öffentlichen Verkehrsmitteln und deren Taktung abhängen. Auf vielen Strecken wird es schwer sein vorauszusagen, wieviele Streckenkilometer täglich abgearbeitet werden können. Speziell in den Sommermonaten wird auf vielen Strecken mit einer starken Vegetation zu kämpfen sein die ein Vorwärtskommen erschweren werden. Hinzukommen unvorhergesehene Umwege wenn z.B. Tunnel nicht mehr zugänglich sind oder Brücken gesperrt wurden. Der entstehende Zeitverlust beim Umgehen solcher Hindernisse kann oft sehr erheblich sein. Im großen und ganzen hoffe ich an Tagen die nicht durch eine An,- oder Abreise verkürzt sind, ca. 20 - 25km Bahndamm zu dokumentieren. Diese Werte können sich nach unten bewegen (starke Vegetation, geänderte Grundstücksverhältnisse, neue Nutzung der Grundstücke durch z.B. Schnellstraßen, fehlende Brücken) könnnen aber auch leicht nach oben tendieren, wenn Teile der Bahnstrecke in neue Nutzungskonzepte wie z.B. Wander,- oder Radwege überführt wurden auf denen man leichter vorwärts kommt.

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